Zwei Laptops mit Full-HD-Auflösung zeigen den Text nicht mit derselben Schärfe an. Auf einem 13,3-Zoll-Bildschirm verteilen sich die 1.920 x 1.080 Pixel auf eine kurze Diagonale und ergeben 166 Pixel pro Zoll. Auf einem 17,3-Zoll-Bildschirm verteilen sich dieselben 1.920 x 1.080 Pixel auf eine größere Fläche und ergeben nur noch 127 Pixel pro Zoll. Die Auflösung ist identisch, die Bildschärfe jedoch nicht.
Entscheidend für die Lesbarkeit ist das Verhältnis zwischen Bildschirmdiagonale und Pixelanzahl, nicht die Diagonale allein oder die Auflösung allein. Eine Vergrößerung des Bildschirms ohne Erhöhung der Auflösung führt nicht zu einem besseren Bild, sondern lediglich zu einem größeren Bild. Dieser Artikel liefert die zahlenmäßigen Anhaltspunkte für eine Entscheidung und geht anschließend auf die weiteren Kriterien eines Laptop-Bildschirms in der Reihenfolge ihrer Bedeutung ein: Größe, Auflösung, Bildschirmtyp, Anschlüsse, Reaktionsgeschwindigkeit und Ergonomie.
Bildschirmgröße: Finden Sie den goldenen Mittelweg
Das erste zu berücksichtigende Kriterium ist die Größe des Bildschirms. Laptop-Bildschirme sind in der Regel in Größen zwischen 11 und 17 Zoll erhältlich. Für den mobilen Einsatz und Büroarbeiten reicht eine Bildschirmdiagonale von 13 bis 14 Zoll aus. Für Grafikbearbeitung, Videobearbeitung, Gaming oder das Ansehen von Filmen bietet eine Bildschirmdiagonale von 15 bis 17 Zoll mehr Arbeitsfläche.
Ein Zoll entspricht genau 2,54 Zentimetern. Die vom Hersteller angegebene Diagonale bezieht sich auf die des Bildschirms, gemessen von Ecke zu Ecke, und nicht auf die des Gehäuses: Ein 15,6-Zoll-Gehäuse ist immer breiter und höher als der darin eingebaute Bildschirm.
Angegebene Diagonale: 11 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 27,9 cm
Angegebene Diagonale: 13 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 33,0 cm
Angegebene Diagonale: 13,3 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 33,8 cm
Angegebene Diagonale: 14 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 35,6 cm
Angegebene Diagonale: 15 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 38,1 cm
Angegebene Diagonale: 15,6 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 39,6 cm
Angegebene Diagonale: 16 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 40,6 cm
Angegebene Diagonale: 17 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 43,2 cm
Angegebene Diagonale: 17,3 Zoll
Diagonale des Bildschirms in Zentimetern: 43,9 cm
Diese Werte sind direkte Umrechnungen, die durch Multiplikation der Diagonale in Zoll mit 2,54 ermittelt wurden. Ab 20 Zoll verlässt man den Bereich der Laptops und betritt den der Desktop-Monitore, wo sich die Frage nach der Größe nicht mehr in denselben Begriffen stellt: Siehe hierzu welche Größe man ab 20 Zoll wählen sollte.
Was Full HD, WUXGA, QHD, WQXGA und 4K bedeuten
Die Abkürzungen für die Auflösung geben lediglich die Anzahl der Pixel in der Breite und Höhe an, mehr nicht. Sie sagen weder etwas über die Bildschirmgröße noch über die Qualität des Displays aus. Hier sind die Auflösungen, die man bei Laptop-Bildschirmen und den dazugehörigen Monitoren findet.
Abkürzung: HD
Pixelauflösung: 1.366 x 768
Seitenverhältnis: 16:9
Abkürzung: Full HD, auch als 1080p bezeichnet
Pixelauflösung: 1.920 x 1.080
Seitenverhältnis: 16:9
Abkürzung: WUXGA
Pixelauflösung: 1.920 x 1.200
Seitenverhältnis: 16:10
Abkürzung: QHD, auch als WQHD oder 1440p bezeichnet
Pixelauflösung: 2.560 x 1.440
Seitenverhältnis: 16:9
Abkürzung: WQXGA
Pixelauflösung: 2.560 x 1.600
Seitenverhältnis: 16:10
Abkürzung: 3,2K
Pixelauflösung: 3.200 x 2.000
Seitenverhältnis: 16:10
Abkürzung: 4K UHD
Pixelauflösung: 3.840 x 2.160
Seitenverhältnis: 16:9
Es lassen sich zwei Gruppen unterscheiden. Die Auflösungen im Format 16:9 füllen einen Breitbildschirm aus, der für Videos geeignet ist. Die Auflösungen im Format 16:10, erkennbar am Anfangsbuchstaben „W“ in den Bezeichnungen WUXGA und WQXGA, bieten mehr Höhe: 120 zusätzliche Pixelzeilen zwischen Full HD und WUXGA, 160 zwischen QHD und WQXGA. In einem Dokument, einer Tabellenkalkulation oder im Programmcode macht sich diese zusätzliche Höhe sofort bemerkbar, da dadurch Textzeilen ohne Bildlauf angezeigt werden können.
Die Bezeichnung 1080p steht für dieselbe Auflösung wie Full HD. Das „p“ bedeutet, dass es sich um ein progressives Bild handelt, d. h., dass bei jeder Bildwiederholfrequenz alle Zeilen angezeigt werden. Die mittlerweile seltene Bezeichnung 1080i steht für eine Zeilensprung-Darstellung, bei der jedes zweite Bild nur die Hälfte der Zeilen enthält.
Auflösung: ein Schlüsselelement für ein scharfes Bild
Die Auflösung allein reicht nicht aus, um die Schärfe zu beurteilen. Entscheidend ist die Bilddichte, also die Anzahl der Pixel pro Zoll der Diagonale. Sie berechnet sich, indem man die Diagonale in Pixeln durch die Diagonale in Zoll teilt, wobei die Diagonale in Pixeln der Quadratwurzel aus der Summe der Quadrate von Breite und Höhe entspricht.
Bei gleicher Auflösung ist die Bildschärfe nicht immer gleich
Diagonale: 13,3 Zoll
Auflösung: 1.920 x 1.080, Full HD
Pixeldichte in Pixel pro Zoll: 166
Diagonale: 13,3 Zoll
Auflösung: 1.920 x 1.200, WUXGA
Pixeldichte in Pixel pro Zoll: 170
Diagonale: 14 Zoll
Auflösung: 1.920 x 1.080, Full HD
Pixeldichte in ppi: 157
Diagonale: 15,6 Zoll
Auflösung: 1.920 x 1.080, Full HD
Pixeldichte in ppi: 141
Diagonale: 15,6 Zoll
Auflösung: 3.840 x 2.160, 4K UHD
Pixeldichte in ppi: 282
Diagonale: 16 Zoll
Auflösung: 2.560 x 1.600, WQXGA
Pixeldichte in ppi: 189
Diagonale: 17,3 Zoll
Auflösung: 1.920 x 1.080, Full HD
Pixeldichte: 127 ppi
Diagonale: 17,3 Zoll
Auflösung: 2.560 x 1.440, QHD
Pixeldichte: 170 ppi
Das lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Bei Full HD sinkt die Pixeldichte von 166 auf 127 Pixel pro Zoll, wenn die Diagonale von 13,3 auf 17,3 Zoll steigt. Der große Bildschirm zeigt genau die gleiche Anzahl an Pixeln an, aber jedes einzelne nimmt eine größere Fläche ein, was sich auf die Konturen des Textes auswirkt.
Die praktische Konsequenz ist einfach. Ein 17-Zoll-Bildschirm profitiert von einem Wechsel zu QHD, wo er wieder 170 Pixel pro Zoll erreicht – das entspricht der Pixeldichte eines 13,3-Zoll-Bildschirms mit WUXGA. Umgekehrt benötigt ein 13,3-Zoll-Bildschirm mit Full HD kein 4K, um lesbaren Text anzuzeigen. Zwei Modelle aus dem Katalog veranschaulichen diesen Unterschied: Der tragbare 13,3-Zoll-IPS-WUXGA-HDR-Bildschirm arbeitet mit einer kurzen Diagonale und einer Auflösung von 1.920 x 1.200, während der tragbare 23,8-Zoll-IPS-4K-UHD-HDR-Bildschirm seine Diagonale durch eine viermal höhere Auflösung ausgleicht.
Die Auflösung je nach Verwendungszweck wählen
- Für alltägliche Aufgaben, das Surfen im Internet und das Verfassen von Texten: Full HD reicht bis zu einer Bildschirmdiagonale von 15,6 Zoll aus.
- Für die Arbeit an langen Dokumenten, Tabellenkalkulationen und Programmcode: WUXGA oder WQXGA, deren zusätzliche Höhe das Scrollen reduziert.
- Für Bildbearbeitung, Videobearbeitung und Grafikdesign: QHD ab 15 Zoll, 4K UHD darüber hinaus.
Es gibt keinen allgemeingültigen Grenzwert, ab welcher Pixeldichte das Auge die einzelnen Pixel nicht mehr erkennen kann: Das Ergebnis hängt vom Lesabstand ab, der von Bildschirm zu Bildschirm variiert. Das Verhältnis zwischen Bildschirmdiagonale und Auflösung bleibt daher der einzige verlässliche Anhaltspunkt.
Panel-Typ: die verfügbaren Technologien
Die überwiegende Mehrheit der Bildschirme ist mit einer der folgenden drei Panel-Technologien ausgestattet.
- IPS (In-Plane Switching): naturgetreue Farben und große Betrachtungswinkel von bis zu 178 Grad. Diese Technologie wird für Bildbearbeitung und professionelle Büroanwendungen bevorzugt.
- VA (Vertical Alignment): hoher Kontrast und tiefe Schwarztöne, geeignet für die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten.
- TN (Twisted Nematic): kurze Reaktionszeit und geringe Kosten, allerdings auf Kosten engerer Betrachtungswinkel und einer weniger präzisen Farbwiedergabe.
Bei einem Laptop-Bildschirm spielt der Betrachtungswinkel eine größere Rolle als anderswo: Das Display steht selten senkrecht zum Blickwinkel, da seine Neigung von der Öffnung des Deckels abhängt. Ein IPS-Panel gleicht diese Abweichung aus, ein TN-Panel bestraft sie hingegen mit Farbabweichungen. Alle Laptop-Bildschirme im Katalog basieren auf IPS-Panels.
Anschlussmöglichkeiten und Kompatibilität: Vernachlässigen Sie diesen Aspekt nicht
Bei der Auswahl eines Bildschirms muss überprüft werden, ob dessen Anschlüsse mit denen des Computers kompatibel sind. Die gängigen Anschlüsse sind folgende:
- HDMI, das auf fast allen Geräten und Bildschirmen vorhanden ist;
- DisplayPort, der bei Desktop-Computern und Workstations üblich ist;
- USB-C, das das Videosignal über den DisplayPort-Alternate-Mode überträgt;
- VGA und DVI, die aus früheren Generationen stammen;
- Thunderbolt, das insbesondere bei MacBooks zu finden ist.
USB-C verdient besondere Beachtung, da ein einziges Kabel drei verschiedene Dinge übertragen kann: das Bild, die Daten und die Stromversorgung. Letztere Funktion basiert auf der Spezifikation „USB Power Delivery“, die vom USB Implementers Forum veröffentlicht wurde. Ein Bildschirm, der diese Funktion unterstützt, lädt den Computer während der Bildwiedergabe auf, wodurch ein Netzteil vom Schreibtisch verschwindet. Die abgegebene Leistung wird im Datenblatt in Watt angegeben und muss mit dem Strombedarf des Geräts verglichen werden. Die Einzelheiten dieser Funktionsweise werden im Artikel zum Thema Aufladen über USB-C Power Delivery behandelt.
Reaktionszeit: ein wichtiges Kriterium für manche
Die Reaktionszeit misst die Zeit, die ein Pixel benötigt, um seine Farbe zu ändern. Sie wird in Millisekunden angegeben. Eine kurze Reaktionszeit begrenzt Bewegungsunschärfe bei schnellen Bildern.
- Für Spiele und anspruchsvolle professionelle Anwendungen: eine Reaktionszeit von 1 bis 5 ms.
- Für Büroanwendungen und alltägliche Aufgaben: 10 ms oder mehr sind ausreichend.
Die Bildwiederholfrequenz, ausgedrückt in Hertz, gibt an, wie oft pro Sekunde das Bild aktualisiert wird. Sie ist nicht mit der Reaktionszeit zu verwechseln: Ersteres beschreibt eine Frequenz, Letzteres eine Übergangsgeschwindigkeit. Bei einem Büro-Computer steigt der Komfort bis zu einem bestimmten Punkt, danach wird der Gewinn nur noch marginal.
Design und Ergonomie: ein nicht zu vernachlässigender Aspekt
Abmessungen, Gewicht und Materialqualität spielen bei der Auswahl eine Rolle, insbesondere bei einem Gerät, das täglich transportiert wird. Ein neben dem Laptop aufgestellter Zweitbildschirm wirft eine weitere Frage auf, nämlich die nach seiner Halterung: Modelle, die in Höhe, Neigung und Drehung verstellbar sind, ermöglichen es, das Display auf Augenhöhe auszurichten, anstatt den Nacken zum Bildschirm hin beugen zu müssen. Dieses Thema wird in dem Artikel behandelt, der sich mit der Auswahl eines Desktop-Bildschirms befasst.
Der zweite Bildschirm zum Mitnehmen
Das integrierte Display eines Laptops lässt sich nicht ersetzen, sondern ergänzen. Ein tragbarer Monitor wird über USB-C angeschlossen, passt in die Laptoptasche und verdoppelt die Arbeitsfläche, ohne Platz auf dem Schreibtisch zu beanspruchen. Er ersetzt also nicht den Bildschirm des Geräts, sondern ergänzt ihn.
Verschiedene Formate eignen sich für unterschiedliche Einsatzzwecke, und alle sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels im Katalog aufgeführt:
- 13,3-Zoll-IPS-WUXGA-Bildschirm mit HDR, für das Seitenverhältnis 16:10 an der kürzeren Diagonale;
- 15,6-Zoll-IPS-Full-HD-Bildschirm, dessen Format dem eines Standard-Laptops am nächsten kommt;
- 15,6-Zoll-IPS-Full-HD-Touchscreen für den mobilen Einsatz, wenn direkte Notizen auf dem Bildschirm nützlich sind;
- 23,8-Zoll-IPS-Full-HD-Bildschirm mit HDR und dessen 4K-UHD-Version für eine echte Arbeitsfläche zu Hause;
- mobiles Dual-Monitor mit 2 x 15,6 Zoll IPS Full HD, um unterwegs einen Arbeitsplatz mit zwei Bildschirmen nachzubilden.
Das Verhältnis von Bildschirmdiagonale zu Auflösung gilt für diese Modelle ebenso wie für integrierte Bildschirme. Ein 23,8-Zoll-Bildschirm in Full HD bietet viel Platz, ein 23,8-Zoll-Bildschirm in 4K UHD bietet Platz und Schärfe.
Weiterführende Informationen
- Welche Größe sollte man ab 20 Zoll wählen, um zwischen großen Bildschirmdiagonalen abzuwägen.
- Was 5K gegenüber 4K bietet, wenn die Bildschirmauflösung zum Hauptkriterium wird.
- Aufladen über USB-C Power Delivery, für den Betrieb mit einem einzigen Kabel.
- Auswahl eines Desktop-Monitors, für den stationären Einsatz.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bildschirmgröße sollte man für einen Laptop wählen?
13 bis 14 Zoll für mobilen Einsatz und Büroanwendungen, 15 bis 17 Zoll für Grafikbearbeitung, Videobearbeitung und Gaming. Die Diagonale sollte nicht isoliert, sondern in Verbindung mit der Auflösung gewählt werden: Ein 17-Zoll-Bildschirm in Full HD zeigt Text weniger fein an als ein 14-Zoll-Bildschirm in Full HD.
Wie viel Zentimeter sind 15,6 Zoll?
39,6 Zentimeter Diagonale, da ein Zoll genau 2,54 Zentimeter entspricht. Diese Angabe bezieht sich auf das Display, nicht auf das Gehäuse, das immer größer ist.
Welche Auflösung eignet sich für einen Laptop-Bildschirm?
Full HD, also 1.920 x 1.080 Pixel, eignet sich für alltägliche Aufgaben bis zu einer Bildschirmdiagonale von 15,6 Zoll. Ab 15 Zoll gleicht QHD mit 2.560 x 1.440 die durch die Vergrößerung des Bildschirms verlorene Schärfe wieder aus. WUXGA mit 1.920 x 1.200 Pixeln bietet mehr nutzbare Höhe bei Dokumenten und Programmcode.
Was ist der Unterschied zwischen Full HD und WUXGA?
Die Breite ist identisch, in beiden Fällen 1.920 Pixel. WUXGA bietet 120 Zeilen mehr in der Höhe – mit 1.200 gegenüber 1.080 Pixeln –, was ein Seitenverhältnis von 16:10 anstelle von 16:9 ergibt. Bei einer Diagonale von 13,3 Zoll erhöht sich dadurch die Pixeldichte von 166 auf 170 Pixel pro Zoll.
Zeigt ein großer Bildschirm ein schärferes Bild?
Nein, nicht bei gleicher Auflösung. Ein 17,3-Zoll-Bildschirm in Full HD sinkt auf 127 Pixel pro Zoll, gegenüber 166 bei einem 13,3-Zoll-Bildschirm mit derselben Auflösung. Ein größerer Bildschirm zeigt ein größeres Bild an, und die Schärfe verbessert sich nur, wenn auch die Auflösung steigt.