Zwei Bildschirme an einem einzigen Kabel: Was ein mobiler Doppelbildschirm außerhalb des Büros wirklich taugt

Deux dalles sur un seul câble : ce que vaut vraiment un double écran mobile hors du bureau

 

Ein doppelter mobiler Bildschirm ist ein Zubehörteil, das zwei Bildschirme vor dem Benutzer ausklappt und über ein einziges Kabel mit dem Computer verbunden wird. Es handelt sich dabei nicht um zwei nebeneinander stehende, unabhängige Monitore, sondern um eine einheitliche Einheit, die für den Transport zusammengeklappt und am Zielort wieder ausgeklappt wird.

Das Referenzmodell aus dem JAPANNEXT-Katalog kombiniert zwei 15,6-Zoll-IPS-Bildschirme mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080), die um 360 Grad neigbar sind und über USB-C Power Delivery mit Strom versorgt werden. Für eher stationäre Anwendungen gibt es eine Variante mit zwei 23,8-Zoll-Bildschirmen.

Diese Konfiguration entspricht der Logik eines Dual-Monitor-Setups: ein Fenster für die Quelle, eines für die aktuelle Arbeit. Sie bietet jedoch nicht die Anzeigefläche eines mit zwei 27-Zoll-Monitoren ausgestatteten Schreibtisches, und diesen Unterschied sollte man vor dem Kauf im Hinterkopf behalten.

 

Zwei Bildschirme, ein Kabel, ein einziger Anschluss am Gerät

Der Vorteil dieses Formats liegt in der einfachen Verbindung: Ein einziges Kabel führt vom Computer zum Gerät und überträgt sowohl das Videosignal als auch die Stromversorgung an beide Bildschirme. Im Datenblatt des „Double Écran Mobile 2 x 15,6 Zoll“ wird darauf hingewiesen, dass der Anschluss ohne vorherige Installation erfolgt und die Stromversorgung über USB-C Power Delivery erfolgt, die Spezifikation des USB Implementers Forum, die den Stromaustausch über diesen Anschluss regelt.

Das Videosignal wird hingegen über den von der VESA standardisierten DisplayPort-Alternate-Mode übertragen, der ein DisplayPort-Signal über die Pins des USB-C-Anschlusses weiterleitet. Dies ist die Voraussetzung, die auf der Seite des Computers überprüft werden muss: Ein Anschluss, der diesen Modus nicht unterstützt, liefert an keinen der beiden Bildschirme ein Bild.

Die 360-Grad-Neigung ermöglicht es, den Winkel jedes Bildschirms nach dem Aufklappen anzupassen, was auf einem Couchtisch oder einem Tablett im Zug wichtiger ist als auf einem Schreibtisch, wo die Sitzhöhe feststeht.

 

Mobil oder stationär: Was die mobile Konfiguration kann – und was nicht

Der Vergleich mit einem stationären Doppelbildschirm-Arbeitsplatz ist die naheliegendste Frage und verdient eher eine ehrliche Antwort als eine Argumentation.

Was die mobile Doppelbildschirmlösung bietet: die Aufteilung der Fenster, die den eigentlichen Vorteil des Multi-Screen-Betriebs ausmacht. Zwei Dokumente vergleichen, eine Videokonferenz im Blick behalten, während man Notizen macht, einer Quelle folgen, während man schreibt. Diese Anwendungsfälle funktionieren auf zwei 15,6-Zoll-Bildschirmen genauso wie auf zwei 27-Zoll-Monitoren.

Was es nicht ersetzt: die Bildschirmfläche. Zwei 15,6-Zoll-Bildschirme in Full HD bieten eine Gesamtauflösung von 3840 x 1080 Pixeln, verteilt auf zwei bescheidene Diagonalen. Ein Desktop-PC mit zwei 27-Zoll-Monitoren in WQHD oder 4K zeigt mehr Inhalte gleichzeitig an, wobei die Schriftzeichen aus der Entfernung am Schreibtisch besser lesbar sind. Bei breiten Tabellen oder mehrteiligen Benutzeroberflächen macht sich der Unterschied bemerkbar.

Die mobile Konfiguration lässt sich daher daran messen, was sie ersetzt: nicht den Desktop-PC, sondern den einzelnen Bildschirm eines Laptops unterwegs. An diesem Maßstab gemessen ist der Gewinn eindeutig.

 

Der Überlagerungsmodus und die Front-Rück-Konfiguration

Über die nebeneinanderliegende Anordnung hinaus kündigt der Hersteller zwei weniger naheliegende Anordnungsmöglichkeiten für Modelle mit zwei Bildschirmen an.

Im Überlagerungsmodus wird ein Bildschirm über den anderen statt daneben platziert. Der Platzbedarf in der Breite entfällt, was sich für schmale Flächen eignet, und die vertikale Anordnung eignet sich für lange Informationsflüsse.

Bei der Vor-Rück-Anordnung ist ein Bildschirm auf den gegenüber sitzenden Gesprächspartner ausgerichtet, während der andere dem Benutzer zugewandt bleibt. Dies ist der Anwendungsfall für Präsentationen von Angesicht zu Angesicht: ein Dokument, einen Kostenvoranschlag oder ein Modell zeigen, ohne dem Gesprächspartner Zugriff auf den Hauptbildschirm zu gewähren und ohne bei jedem Austausch die gesamte Aufstellung drehen zu müssen.

Diese beiden Anordnungen sind in der Produktmitteilung des Herstellers aufgeführt. Sie werden in der Produktbeschreibung nicht im Detail aufgeführt, daher sollten sie vor einem professionellen Einsatz, der davon abhängt, am genauen Modell überprüft werden.

 

Die automatische Drehung um 180 Grad

Die Modelle mit zwei Bildschirmen werden mit einem Gyroskop beworben, das eine automatische Drehung um 180 Grad gewährleistet, wobei sich die Anzeige entsprechend der physischen Position des Bildschirms – vertikal oder horizontal – neu ausrichtet.

Der praktische Nutzen zeigt sich in zwei Situationen. Zum einen beim Aufstellen, wenn das Gerät in einer anderen als der vorgesehenen Ausrichtung platziert wird und sich das Bild von selbst wieder richtig ausrichtet. Zum anderen beim Umschalten in den Hochformatmodus – eine Ausrichtung, die sich zum Lesen langer Dokumente und von Code eignet, ohne dass die Systemeinstellungen geändert werden müssen.

 

An wen richtet sich dieses Format eigentlich?

Der mobile Doppelbildschirm richtet sich nicht an diejenigen, die immer am selben Ort arbeiten: Für einen festen Arbeitsplatz sind zwei Desktop-Monitore in jeder Hinsicht überlegen, vor allem was die Bildschirmfläche angeht. Er zielt auf Situationen ab, in denen sich der Arbeitsort ändert.

Drei Profile tauchen immer wieder auf. An erster Stelle stehen Berufstätige auf Reisen, die von einem Hotel oder im Zug aus ein Meeting vorbereiten und ein Dokument offen halten müssen, während sie ein anderes verfassen. An zweiter Stelle stehen Freiberufler und Berater, die zwischen ihrem Zuhause, Kundenräumen und Gemeinschaftsräumen wechseln, ohne einen festen Arbeitsplatz einrichten zu können. Und schließlich diejenigen, die von einem Urlaubsort oder einem umgebauten Fahrzeug aus arbeiten, wo die Anlage jeden Tag auf- und abgebaut werden muss.

Die Gemeinsamkeit dieser drei Anwendungsfälle liegt nicht in der Leistung, sondern in der Häufigkeit des Aufbaus. Ein System, das sich in wenigen Sekunden aufklappen lässt und über ein einziges Kabel angeschlossen wird, lässt sich mühelos wieder aufbauen – dort, wo eine Konfiguration mit zwei unabhängigen Monitoren und deren Netzteilen nicht transportiert werden kann.

 

Was das Gerät leisten muss

Kompatibilität ist die erste Frage der Käufer, und sie betrifft eher das Gerät als den Bildschirm. Ein mobiler Dual-Bildschirm verhält sich wie ein Standard-Anzeigegerät, das sowohl von Windows als auch von macOS ohne Treiber erkannt wird.

Die Voraussetzung bleibt dieselbe wie bei einem einzelnen tragbaren Bildschirm: Der USB-C-Anschluss muss den Alternate Video Mode unterstützen. Bei einem Mac oder einem neueren Laptop der oberen Preisklasse ist diese Funktion in der Regel vorhanden; bei Einstiegsmodellen sollte dies überprüft werden.

Eine zweite Einschränkung besteht auf Seiten des Geräts, unabhängig vom Bildschirm: Nicht alle Laptops können die gleiche Anzahl externer Bildschirme ansteuern, da diese Fähigkeit vom Grafikprozessor und nicht von den verfügbaren Anschlüssen abhängt. Dieser Punkt sollte vor dem Kauf anhand des technischen Datenblatts des Geräts überprüft werden.

 

Die mobilen Dual-Bildschirme von JAPANNEXT

  • Mobiler Dual-Bildschirm 2 x 15,6 Zoll IPS Full HD, Artikelnummer JN-DMD-IPS156F: zwei IPS-Displays mit einer Auflösung von 1920 x 1080, 360-Grad-Neigung, ein einziges Kabel, USB-C-Power-Delivery-Stromversorgung, die auch das Aufladen von Geräten ermöglicht, HDR-Technologie.
  • Mobile Doppelbildschirme 2 x 23,8 Zoll IPS Full HD, Artikelnummer JN-DMD-IPS238F-C4: dasselbe Prinzip bei einer Bildschirmdiagonale, die der eines stationären Bildschirms nahekommt.
  • Eine generalüberholte Version des 2 x 15,6-Zoll-Modells wird ebenfalls angeboten, Artikelnummer JN-DMD-IPS156F-refurb.

Der Hersteller kündigt zudem VESA-Kompatibilität für die mobile Produktreihe an, was die Montage an einem Arm oder einer Standardhalterung ermöglicht, sobald der Nutzer wieder an einem stationären Arbeitsplatz sitzt. Das Set dient dann zwischen zwei Reisen als stationäres Display, anstatt verstaut zu bleiben.

Diese Modelle sind in der Kollektion der tragbaren Bildschirme neben den Versionen mit einem einzigen Bildschirm zu finden.

Weiterführende Informationen: Der Doppelbildschirm in der Praxis

 

FAQ: Mobiler Dual-Monitor

 

Was ist ein mobiler Dual-Monitor?

Es handelt sich um ein Anzeigezubehör, das zwei fest miteinander verbundene Bildschirme vereint, zum Transport zusammengeklappt wird und über ein einziges Kabel, das sowohl das Bild als auch die Stromversorgung überträgt, mit dem Computer verbunden ist. Es bildet die Logik eines Doppelbildschirm-Setups in einem transportablen Format nach.

Funktioniert ein mobiler Doppelbildschirm mit einem Mac?

Ja, das System wird als Standard-Anzeigegerät erkannt, ohne dass ein Treiber installiert werden muss. Voraussetzung ist, dass der verwendete Anschluss das Videosignal über USB-C unterstützt, was bei neueren Macs der Fall ist. Die Anzahl der gleichzeitig unterstützten externen Bildschirme hängt hingegen vom Prozessor des Geräts ab.

Reicht ein einziges Kabel für zwei Bildschirme aus?

Ja, bei Modellen, die dafür ausgelegt sind: Das einzige Kabel versorgt das gesamte System mit Strom und leitet das Signal an beide Bildschirme weiter, wobei die Stromversorgung über USB-C Power Delivery erfolgt. Dies ist einer der Hauptvorteile dieses Formats gegenüber zwei unabhängigen Bildschirmen.

Ersetzt ein mobiles Dual-Display-System einen Desktop-PC mit zwei Monitoren?

Es übernimmt den Hauptvorteil, nämlich die Aufteilung der Fenster, jedoch nicht die Anzeigefläche. Zwei 15,6-Zoll-Bildschirme in Full HD zeigen weniger Inhalte gleichzeitig an als zwei 27-Zoll-Monitore in HD. Das Format ist auf Mobilität ausgelegt, nicht auf den Ersatz eines stationären PCs.

Lassen sich die Bildschirme neigen oder drehen?

Eine Neigung um 360 Grad ist in der Produktbeschreibung des 2-mal-15,6-Zoll-Modells angegeben. Der Hersteller kündigt außerdem eine automatische Drehung um 180 Grad mittels Gyroskop sowie einen Überlagerungsmodus und eine Vor-Rück-Konfiguration bei den Modellen mit zwei Bildschirmen an.