An einem Arbeitsplatz mit drei 27-Zoll-Bildschirmen, die in einem Abstand von 70 cm aufgestellt sind, nimmt der seitliche Bildschirm den Bereich zwischen 23 und 52 Grad zur Blickrichtung ein. Das bequeme Lesen, bei dem lediglich eine Augenbewegung erforderlich ist, findet in einem Bereich von etwa 30 Grad beiderseits dieser Achse statt.
Der dritte Bildschirm beginnt also an der Grenze dieses Bereichs und erstreckt sich weit darüber hinaus. Seine äußere Hälfte lässt sich nicht lesen, ohne den Kopf zu drehen.
Diese Feststellung bedeutet nicht, dass die Dreifach-Bildschirmkonfiguration zum Scheitern verurteilt ist: Sie zeigt lediglich, dass der dritte Monitor nicht dieselbe Funktion erfüllt wie die ersten beiden. Ihn als durchgehende Arbeitsfläche zu behandeln, führt zu Enttäuschung, während er als Bereich zum Nachschlagen nützlich ist.
Was der Blick vor einem Arbeitsplatz mit drei Bildschirmen tatsächlich erfasst
Die Berechnung lässt sich nachvollziehen. Ein Bildschirm im 16:9-Format mit einer Diagonale von 27 Zoll ist 59,8 cm breit. Drei nebeneinander angeordnete Bildschirme bilden somit eine Fläche von 179,4 cm. Bei einem Abstand von 70 cm spannt diese Anordnung einen Gesamtwinkel von 104 Grad ein.
Hier sind die Ergebnisse der gängigsten Konfigurationen, gemessen von der Blickrichtung aus.
Diagonale: 24 Zoll
Bildschirmbreite: 53,1 cm
Abstand: 70 cm
Gesamtwinkel des Monitors: 97 Grad
Position des seitlichen Bildschirms: 21 bis 49 Grad
Diagonale: 27 Zoll
Bildschirmbreite: 59,8 cm
Abstand: 70 cm
Gesamtwinkel des Bildschirms: 104 Grad
Position des seitlichen Bildschirms: 23 bis 52 Grad
Diagonale: 32 Zoll
Bildschirmbreite: 70,8 cm
Abstand: 70 cm
Gesamtwinkel der Anlage: 113 Grad
Neigung des seitlichen Bildschirms: von 27 bis 57 Grad
Diagonale: 27 Zoll
Bildschirmbreite: 59,8 cm
Abstand: 60 cm
Gesamtwinkel der Anlage: 112 Grad
Neigung des seitlichen Bildschirms: von 26 bis 56 Grad
Die Interpretation ist einfach: Unabhängig von der gewählten Diagonale beginnt der seitliche Bildschirm eines Dreifach-Setups bei etwa 20 bis 27 Grad und endet zwischen 49 und 57 Grad. Er liegt somit an der Grenze des komfortablen Lesebereichs, wobei sich der größte Teil seiner Fläche jenseits dieser Grenze befindet.
Der dritte Bildschirm verschwindet nicht, er wechselt lediglich seine Rolle
Inhalte, die in einem Winkel von 45 Grad zur Blickrichtung platziert sind, bleiben perfekt sichtbar. Was sich ändert, ist der Aufwand für die Wahrnehmung: Um sie zu lesen, ist eine Kopfdrehung erforderlich, nicht nur eine einfache Augenbewegung. Diese Drehung ist vernachlässigbar, wenn sie nur einige Male pro Stunde erfolgt, wird jedoch mühsam, wenn sie mehrmals pro Minute erforderlich ist.
Diese Unterscheidung bestimmt die Verteilung der Inhalte. Auf den beiden mittleren Bildschirmen werden die Inhalte platziert, die kontinuierlich abgerufen werden: das gerade bearbeitete Dokument, die Quelle, aus der man kopiert, die Entwicklungsumgebung. Auf dem dritten Bildschirm werden die Inhalte platziert, die nur zeitweise abgerufen werden: E-Mail, Kalender, Überwachungs-Dashboard, Referenzdokumentation.
Der klassische Fehler besteht darin, die Inhalte nach der Reihenfolge ihres Öffnens statt nach der Häufigkeit ihres Abrufs zu verteilen. Das Hauptdokument landet dann auf einem seitlichen Bildschirm, und die Konfiguration wird ermüdend, ohne dass die Ursache erkannt wird.
Der Betrachtungsabstand ist wichtiger als die Diagonale
Ein Vergleich der Zeilen in der Tabelle führt zu einem kontraintuitiven Ergebnis. Der Wechsel von 24 auf 32 Zoll bei drei Bildschirmen bringt einen Gewinn von 16 Grad beim Gesamtbetrachtungswinkel. Ein Rückzug von 60 auf 80 cm bei 27-Zoll-Bildschirmen führt hingegen zu einem Verlust von 15 Grad.
Mit anderen Worten: Der Rückzug gleicht die Vergrößerung der Diagonale fast vollständig aus. Er ist der wirksamste Hebel, um eine Dreifach-Bildschirmkonfiguration komfortabel zu gestalten, und der einzige, der nichts kostet – vorausgesetzt, die Tiefe des Schreibtisches lässt dies zu.
Die praktische Herausforderung verlagert sich dann auf die Lesbarkeit: Je weiter man zurücktritt, desto größer müssen die Schriftzeichen sein, und desto höher muss daher die Auflösung des Bildschirms sein, um die gleiche Menge an angezeigten Informationen beizubehalten.
Die drei Bildschirme flach oder bogenförmig anordnen
Bei einer streng flachen Anordnung befinden sich die seitlichen Bildschirme in einer schrägen Ebene zum Blickwinkel des Benutzers. Dadurch verringert sich die nutzbare Fläche, da der Bildschirm schräg betrachtet wird, und die Betrachtungswinkel der verwendeten Technologie werden entscheidend.
Eine bogenförmige Anordnung, bei der die seitlichen Bildschirme zum Nutzer hin gedreht sind, bringt ihre Oberfläche wieder in Blickrichtung. Sie ändert nichts an dem oben berechneten Winkel, in dem sie angeordnet sind, beseitigt jedoch die durch die schräge Betrachtung bedingte Verzerrung.
Dies ist auch der Grund, warum Bildschirme mit großen Betrachtungswinkeln sich besser für diese Art der Anordnung eignen: Bei einem IPS-Bildschirm mit einem angegebenen Betrachtungswinkel von 178 Grad beeinträchtigt die schräge Betrachtung die Farben weniger als bei einer Technologie mit engerer Ausrichtung.
Drei Bildschirme oder ein einziger sehr breiter
Die oben dargestellte Geometrie wirft die Frage anders auf: Da der tatsächlich nutzbare Bereich ohne Kopfdrehung begrenzt ist, braucht man dann drei Bildschirme, um ihn abzudecken?
Ein einziger, sehr breiter Bildschirm deckt denselben zentralen Bereich ab – ohne die beiden Ränder, die das Bild bei einer Dreifachkonfiguration unterbrechen, und ohne die Kalibrierungsabweichungen zwischen den Bildschirmen, die selbst bei identischen Modellen immer vorhanden sind. Außerdem vereinfacht sie den Anschluss, da ein einziges Kabel ausreicht.
Was das Breitbildformat nicht leistet: Es ermöglicht weder die physische Trennung von Inhalten durch Ränder – was manche Nutzer ausdrücklich wünschen – noch die Aufstellung eines Bildschirms im Hochformat.
Im JAPANNEXT-Katalog wird dieser Bereich durch den 34-Zoll-IPS-UWQHD-PC-Bildschirm mit gebogenem Display, den 37,5-Zoll-IPS-UWQHD+-PC-Bildschirm mit gebogenem Display, den 39,7-Zoll-IPS-WUHD-PC-Bildschirm mit gebogenem Display und den 49-Zoll-DWQHD-Breitbild-PC-Bildschirm abgedeckt. Die Krümmung dieser Bildschirme löst genau das oben beschriebene Blickwinkelproblem: Sie zieht die Ränder des Bildes in Richtung des Betrachters. Die Produktreihe ist in der Kollektion „Gebogene Bildschirme“ zusammengefasst.
Dreifach-Desktop-Bildschirm und dreifacher Laptop-Bildschirm
Zwei sehr unterschiedliche Geräte tragen denselben Namen, was beim Kauf häufig zu Verwirrung führt.
Der Begriff „Dreifach-Desktop-Bildschirm“ bezeichnet drei unabhängige Monitore, die jeweils über eine eigene Stromversorgung und ein eigenes Videokabel verfügen und nebeneinander aufgestellt sind. Dies ist die in diesem Artikel beschriebene Konfiguration.
Das dreifache Laptop-Display bezeichnet ein Zubehör mit fest miteinander verbundenen Bildschirmen von 14 bis 17 Zoll, das sich zu beiden Seiten des Laptop-Bildschirms ausklappen lässt und über ein einziges Kabel angeschlossen wird. Die Anforderungen haben nichts gemeinsam: Die Bildschirmfläche ist deutlich kleiner, der einschließende Winkel deutlich geringer, und die Nutzung ist eher auf Mobilität als auf einen festen Arbeitsplatz ausgerichtet.
Was das Gerät steuern können muss
Ein System mit drei Bildschirmen setzt voraus, dass das Gerät drei Bildschirme gleichzeitig ansteuern kann. Diese Fähigkeit hängt nicht von der Anzahl der verfügbaren Anschlüsse ab, sondern vom Grafikprozessor, und sie variiert stark von Modell zu Modell, insbesondere bei Laptops.
Die Überprüfung erfolgt anhand des technischen Datenblatts des Geräts, in dem die Anzahl der gleichzeitig unterstützten Bildschirme angegeben ist. Eine Dockingstation umgeht diese Grenze nicht: Sie vervielfacht zwar die Anschlüsse, nicht jedoch die Kapazität des Grafikprozessors.
Ein zweiter zu prüfender Punkt ist die maximal unterstützte Auflösung pro Ausgang. Die Ansteuerung von drei Bildschirmen in hoher Auflösung erfordert mehr Bandbreite als drei Bildschirme in Full HD, und bei bestimmten Konfigurationen muss daher die Auflösung oder die Bildwiederholfrequenz reduziert werden.
Weiterführende Informationen: Breitbildformate und Krümmung
- Die Vorteile von Breitbild- und Ultrabreitbild-Bildschirmen: die Alternative zu einer Dreifach-Bildschirmkonfiguration mit einem einzigen Bildschirm – im Hinblick auf die Produktivität.
- Die Vorteile eines gekrümmten Bildschirms: Warum die Krümmung die Bildränder näher zum Betrachter bringt.
- Sind gekrümmte Desktop-Bildschirme für die Arbeit geeignet: das Format im professionellen Einsatz.
- Die verschiedenen Monitorpanels verstehen: Was die angegebenen Betrachtungswinkel wert sind, die bei seitlich angeordneten Bildschirmen entscheidend sind.
FAQ: Dreifach-Monitor-Setup
Wie viele Bildschirme kann ein Computer ansteuern?
Das hängt vom Grafikprozessor ab und nicht von der Anzahl der verfügbaren Anschlüsse. Die Kapazität ist im Datenblatt des Geräts unter der Angabe der Anzahl der gleichzeitig ansteuerbaren Bildschirme aufgeführt. Eine Dockingstation erweitert die Anschlüsse, ändert diese Grenze jedoch nicht.
Müssen alle drei Bildschirme identisch sein?
Das ist nicht zwingend erforderlich, aber Bildschirme mit unterschiedlichen Diagonalen oder Auflösungen führen zu ungleichen Anzeigeformaten und Abweichungen bei der Farbwiedergabe. Bei einer Konfiguration mit drei Bildschirmen fällt dieser Unterschied umso stärker auf, je näher die Bildschirme beieinander stehen.
Welcher Betrachtungsabstand ist bei einem System mit drei Bildschirmen empfehlenswert?
Je größer der Betrachtungsabstand, desto kleiner wird der Gesamtbetrachtungswinkel: Bei 27-Zoll-Bildschirmen sinkt der Betrachtungswinkel des Systems von 112 auf 97 Grad, wenn der Abstand von 60 auf 80 cm erhöht wird. Der Vorteil ist die Lesbarkeit, die dann eine ausreichende Auflösung erfordert, um eine angenehme Schriftgröße zu gewährleisten.
Ersetzt ein ultrabreitformatiger Bildschirm zwei oder drei Monitore?
Er ersetzt den zentralen Bereich, den das Auge ohne Kopfdrehung erfasst, und beseitigt Rahmen sowie Kalibrierungsunterschiede zwischen den Bildschirmen. Er ermöglicht es jedoch nicht, Inhalte physisch durch Rahmen zu trennen oder einen Bildschirm in das Hochformat zu schalten.
Ist der tragbare Dreifach-Bildschirm dasselbe?
Nein. Es handelt sich um ein Zubehör mit fest verbundenen Bildschirmen von 14 bis 17 Zoll, die über ein einziges Kabel verbunden sind und für die Arbeit unterwegs gedacht sind. Die Bildschirmfläche und die Blickwinkel haben nichts mit einem stationären System mit drei Monitoren gemeinsam.